Zum Inhalt springen

Depotladen für Ihre Flotte

Ladeinfrastruktur für den Betriebshof – ausgelegt auf Fahrleistung und Standzeit Ihrer Transporter, Lkw und Busse.

DIE AUSGANGSLAGE

Ihre Fahrzeuge stehen nachts – nutzen Sie das

Nach der Tour kommen Ihre Fahrzeuge auf den Betriebshof und stehen dort oft viele Stunden. Für die Ladetechnik zählt deshalb nicht die höchste mögliche Ladeleistung, sondern zwei Fragen: Wie viel Energie braucht jedes Fahrzeug bis zur nächsten Abfahrt – und wie lange steht es?

Energie pro TagTagesstrecke × Verbrauch, dazu die Ladeverluste
StandzeitStunden am Depot bis zur nächsten Abfahrt
Ladeleistungdie mittlere Leistung, die jedes Fahrzeug braucht

Ein Transporter mit 120 Kilometern am Tag und 10 Stunden Standzeit braucht im Mittel rund 4,2 kW – das schafft jede AC-Ladestation. Ein Stadtbus, der zwischen zwei Schichten nur 6 Stunden steht, braucht mit 42,2 kW ein Vielfaches. Wer die Ladeleistung nach der Standzeit auslegt statt pauschal nach dem stärksten Schnelllader, braucht weniger Anschlussleistung und baut DC-Ladetechnik nur dort, wo die Zeit knapp ist.

Für wen sich Depotladen eignet

Transporter und Lieferdienste

Paketdienste, Handel, Pflegedienste: viele Fahrzeuge, planbare Touren und lange Standzeiten über Nacht. Bei Tagesstrecken wie im Rechenbeispiel genügt AC-Laden.

Ladetechnik für Transporter

Lkw und Logistik

Speditionen und Werkverkehr: große Batterien, oft Schichtbetrieb. Erste Wahl ist ein zentrales DC-System – der Sungrow IDC480E oder der ChargeStack 1000, der auch MCS-fähig ist.

Ladetechnik für Lkw-Depots

Busse und ÖPNV

Verkehrsbetriebe und Reiseverkehr: Viele Busse kehren zur gleichen Zeit zurück und müssen bis zum ersten Umlauf geladen sein. Erste Wahl ist ein zentrales System, das die Leistung auf alle Ladepunkte verteilt – IDC480E oder ChargeStack 1000.

Ladetechnik für Busdepots

DER RECHNER

Wie viel Ladeleistung braucht Ihr Depot?

Wählen Sie den Fahrzeugtyp und tragen Sie Anzahl, Tagesstrecke und Standzeit ein. Der Rechner zeigt den Energiebedarf pro Tag, die nötige mittlere Ladeleistung und welche Ladetechnik passt – für Lkw und Busse ein zentrales DC-System.

Vereinfachte Abschätzung – ersetzt keine Planung

Annahmen: Alle Fahrzeuge stehen gleichzeitig am Depot und laden gleichmäßig über die ganze Standzeit. Für Ladeverluste rechnen wir pauschal 10 % auf. Nicht berücksichtigt sind unterschiedliche Ankunfts- und Abfahrtszeiten, der Ladestand bei Ankunft, Winterbetrieb, die höchste Ladeleistung, die ein Fahrzeug aufnehmen kann, und eine Reserve. Die Ladepunkte brauchen deshalb mehr Leistung als den Mittelwert; das Lastmanagement hält die Summe unter dem Netzanschluss.

Drei Rechenbeispiele

Vereinfachte Rechnung: Energie = Strecke × Verbrauch + 10 % Ladeverluste; mittlere Ladeleistung = Energie ÷ Standzeit; alle Fahrzeuge stehen gleichzeitig am Depot.
10 Transporter5 Verteiler-Lkw20 Stadtbusse
Fahrzeuge10 × Transporter bis 3,5 t5 × Lkw im Verteilerverkehr20 × Stadtbus (12 m)
Strecke je Fahrzeug und Tag120 km250 km200 km
Verbrauch (typischer Wert)32 kWh/100 km96 kWh/100 km115 kWh/100 km
Standzeit am Depot10 Stunden8 Stunden6 Stunden
Energie je Fahrzeug inkl. 10 % Ladeverluste42,2 kWh264 kWh253 kWh
Mittlere Ladeleistung je Fahrzeug4,2 kW33,0 kW42,2 kW
Alle Fahrzeuge gleichzeitig42,2 kW165,0 kW843,3 kW
LadetechnikAC mit 11 kW reichtDC zentral: Sungrow IDC480E, Schrank 240 kW mit 5 LadepunktenDC zentral: Sungrow ChargeStack 1000 mit 4 Leistungsschränken (je bis zu 6 Ladepunkte)

Woher die typischen Verbrauchswerte kommen

  • Transporter: 32 kWh/100 km – Feldversuch LEEFF (Österreich, 2016–2019): elf elektrische Sprinter, überwiegend in der Paketzustellung, 158.527 km, im Mittel 32,2 kWh/100 km (electrive.net, 10.03.2020)
  • Lkw im Verteilerverkehr: 96 kWh/100 km – Öko-Institut und KU Leuven (2025): 19 E-Lkw im regionalen Verteilerverkehr in Deutschland, Daten aus 2023 und 2024, im Mittel 0,96 kWh/km (oeko.de)
  • Sattelzug im Fernverkehr: 106 kWh/100 km – MAN: Vorserienflotte im Winterbetrieb, im Mittel 106 kWh/100 km (European Alternative Fuels Observatory, 28.03.2025)
  • Stadtbus (12 m): 115 kWh/100 km – ViriCiti-Auswertung (2020): 79 Zwölf-Meter-E-Busse in den Niederlanden, im Mittel 1,15 kWh/km (chargedevs.com, 10.08.2020)

Die Werte sind Mittelwerte aus Feldversuchen und Herstellerangaben, keine Zusage für einzelne Fahrzeuge. Kälte, Heizung, Zuladung und Steigungen erhöhen den Verbrauch – setzen Sie für Ihre Planung die Werte Ihrer Fahrzeuge ein.

DIE LADETECHNIK

Die passende Ladetechnik je Einsatz

Aus Fahrzeugtyp, Standzeit und Energiebedarf ergibt sich, welche Ladetechnik passt. Alle Geräte stammen aus unserem Produktkatalog; technische Daten und Datenblätter finden Sie auf den Produktseiten.

Für Lkw- und Busdepots: zentrale DC-Systeme

Erste Wahl für Lkw und Busse ist ein zentrales System: Eine Leistungseinheit verteilt ihre Leistung dynamisch auf die Ladepunkte. Jedes Fahrzeug bekommt so viel, wie es bis zur Abfahrt braucht, die Standzeit wird ausgenutzt, und das Depot kann mit weiteren Ladepunkten wachsen.

Sungrow IDC480E

Zentraler Leistungsschrank mit 240, 360 oder 480 kW und abgesetzten Satellitensäulen: bis zu acht Ladepunkte, die Leistung wird dynamisch in 30-kW-Schritten verteilt. Satelliten lassen sich bis zu dieser Zahl ergänzen.

Zum IDC480E

Sungrow ChargeStack 1000

Megawatt-Ladesystem: Eine Einheit aus zwei Leistungsschränken je 500 kW versorgt bis zu zwölf Ladepunkte, weitere Schränke lassen sich bis 3,5 MW parallel schalten. MCS-fähig: Neben CCS-Dispensern sind MCS-Dispenser für E-Lkw möglich.

Zum ChargeStack 1000

Das Megawatt Charging System (MCS) ist ein Ladestandard für schwere Nutzfahrzeuge. Ob Ihre Lkw ihn nutzen können, hängt vom Fahrzeug ab – das prüfen wir mit Ihnen. Reichen bis zu vier Ladepunkte, geht es auch ohne separaten Leistungsschrank: mit dem Sungrow IDC480E-C.

Netzanschluss mitdenken

Zentrale DC-Systeme mit mehreren hundert Kilowatt brauchen einen entsprechend starken Netzanschluss. Ob er an Ihrem Betriebshof möglich ist und ob ein Batteriespeicher die Spitzen abfangen kann, klären wir früh mit dem Netzbetreiber.

Für Transporter über Nacht: AC-Laden bis 22 kW

Für Fahrzeuge mit langer Standzeit und mittlerer Tagesstrecke. Wie viel AC-Leistung ein Fahrzeug aufnimmt, bestimmt sein Bordlader – das steht im Datenblatt des Fahrzeugs.

Technagon TEW4

Wallbox mit zwei Ladepunkten bis je 22 kW, Display und RFID je Ladepunkt. Montage an der Wand oder an einer Stele, OCPP 1.6.

Zur TEW4

Technagon TEP4

Ladesäule mit zwei Ladepunkten bis je 22 kW, Lastmanagement in vier Stufen, OCPP 1.6 – für Stellplätze ohne Wand.

Zur TEP4

Für Transporter mit kurzer Standzeit: kompakte DC-Lader

Reicht die Standzeit für AC-Laden nicht, laden kompakte DC-Lader zwei Transporter gleichzeitig.

Sungrow IDC80E

DC-Ladestation mit 80 kW und zwei CCS2-Ladepunkten – mit oder ohne Stele, als Wallbox oder auf einem Rollwagen.

Zum IDC80E

Sungrow IDC180E

Bis zu 180 kW an zwei CCS2-Ladepunkten; die Leistung verteilt sich dynamisch auf beide Fahrzeuge.

Zum IDC180E

DER NETZANSCHLUSS

Wenn der Netzanschluss nicht für alle reicht

Die Summe der Ladepunkt-Leistungen ist oft größer als das, was der Anschluss frei hat. Das muss kein Hindernis sein: Entscheidend ist, wie viel Energie bis zur Abfahrt in die Fahrzeuge muss.

  • Lastmanagement: ChargeCore misst am Netzanschluss und verteilt die freie Leistung dynamisch auf die Fahrzeuge, die gerade laden. So passen mehr Ladepunkte an den Anschluss, als die Summe der Nennleistungen vermuten lässt.
  • Laden nach Abfahrtszeit: Wer zuerst losfährt, bekommt zuerst Leistung; Fahrzeuge mit späterer Abfahrt laden mit der verbleibenden Leistung.
  • Batteriespeicher: Sind die Fahrzeuge tagsüber unterwegs, lädt ein Speicher in dieser Zeit aus dem Netz und gibt die Energie ab, wenn abends viele Fahrzeuge gleichzeitig laden. ChargeCore regelt Speicher und Ladepunkte gemeinsam.
  • Netzanschluss erweitern: Reicht das nicht, beantragen wir die Erweiterung beim Netzbetreiber und übernehmen seine Rückfragen.

Was Lastmanagement nicht kann

Lastmanagement verschiebt Leistung zwischen Fahrzeugen und über die Zeit, es erzeugt keine Energie. Stehen alle Fahrzeuge gleich lange und laden die ganze Standzeit durch, ist die mittlere Ladeleistung aus dem Rechner die Untergrenze für den Anschluss – oder für Anschluss und Speicher zusammen.

DER BETRIEB

Betrieb mit ChargeCore

ChargeCore ist unsere eigene Software für Betrieb und Lastmanagement. Auf dem Betriebshof übernimmt sie drei Aufgaben.

Lastmanagement am Netzanschluss

ChargeCore regelt alle Ladepunkte gemeinsam gegen die Anschlussleistung und bindet einen Batteriespeicher in die Regelung ein.

Laden nach Abfahrtszeit

Ein Ladeplan je Fahrzeug legt fest, wer zuerst Leistung bekommt – damit das Fahrzeug, das als erstes losfährt, rechtzeitig geladen ist.

Auswertung je Fahrzeug

Jeder Ladevorgang wird einem Fahrzeug bzw. einer Ladekarte zugeordnet – für die Abrechnung und die Auswertung Ihres Ladestroms.

DER ABLAUF

Von der Bedarfsanalyse bis zum laufenden Betrieb

Beratung, Planung, Netzanschluss, Bau und Betrieb kommen von uns – Sie haben einen Ansprechpartner.

  1. Bedarf analysieren

    Wir erfassen Fahrzeuge, Touren, Standzeiten und Ihren Netzanschluss und rechnen aus, wie viel Energie und Leistung Ihr Depot braucht.

  2. Projektieren

    Wir legen Ladepunkte, Lastmanagement und bei Bedarf einen Speicher aus und planen Leitungswege, Verteilung und Stellplätze.

  3. Netzanschluss beantragen

    Den Antrag beim Netzbetreiber übernehmen wir – einschließlich seiner Rückfragen.

  4. Installieren

    In Bremen und Niedersachsen baut unser eigenes Montage-Team; Tiefbau und Fundamente übernehmen feste Partnerbetriebe. Außerhalb dieser Region planen wir, und ein Elektrobetrieb vor Ort installiert.

  5. Betreiben und abrechnen

    Wir betreiben die Ladepunkte mit ChargeCore, regeln die Leistung am Netzanschluss und werten den Ladestrom je Fahrzeug aus.

Häufige Fragen zum Depotladen

Wie viel Ladeleistung braucht ein Betriebshof für Elektrofahrzeuge?

Das ergibt sich aus Energiebedarf und Standzeit: Tagesstrecke mal Verbrauch, dazu die Ladeverluste, geteilt durch die Stunden bis zur nächsten Abfahrt. Ein Transporter mit 120 Kilometern am Tag, 32 kWh je 100 Kilometer und zehn Stunden Standzeit braucht so im Mittel rund 4 kW. Wenn alle Fahrzeuge gleichzeitig am Depot stehen, addiert sich das. Eine erste Abschätzung liefert unser Rechner auf der Seite Depotladen; für die Planung rechnen wir mit Ihren Fahrzeug- und Tourdaten.

Stand: 25.09.2026

Reicht AC-Laden über Nacht, oder brauchen Flottenfahrzeuge DC-Schnelllader?

Bei langer Standzeit und mittlerer Tagesstrecke reicht AC-Laden mit bis zu 22 kW je Ladepunkt – vorausgesetzt, das Fahrzeug kann mit dieser Leistung laden; das bestimmt sein Bordlader. DC-Laden braucht es dort, wo die Zeit knapp oder die Batterie groß ist. Für Lkw- und Busdepots empfehlen wir ein zentrales DC-System, das die Leistung auf alle Ladepunkte verteilt. Welche Technik zu welchem Fahrzeug passt, zeigen wir auf der Seite Depotladen.

Stand: 25.09.2026

Welche Ladetechnik eignet sich für Lkw- und Busdepots?

Wir empfehlen zentrale DC-Systeme: Beim Sungrow IDC480E versorgt ein Leistungsschrank mit 240, 360 oder 480 kW bis zu acht Ladepunkte an Satellitensäulen. Beim Sungrow ChargeStack 1000 versorgt eine Einheit aus zwei Leistungsschränken je 500 kW bis zu zwölf Ladepunkte; weitere Schränke lassen sich bis 3,5 MW parallel schalten. Beide verteilen die Leistung dynamisch auf die Fahrzeuge, die gerade laden – so wird die Standzeit ausgenutzt, und das Depot kann wachsen. Der ChargeStack ist MCS-fähig: Neben CCS-Dispensern sind MCS-Dispenser für E-Lkw möglich.

Stand: 25.09.2026

Was tun, wenn der Netzanschluss am Betriebshof nicht für alle Fahrzeuge reicht?

Zuerst verteilt ein dynamisches Lastmanagement die freie Leistung auf die Fahrzeuge, die gerade laden; Fahrzeuge, die früher abfahren, bekommen Vorrang. Sind die Fahrzeuge tagsüber unterwegs, kann ein Batteriespeicher in dieser Zeit nachladen und abends die Spitze abdecken. Reicht beides nicht, beantragen wir die Erweiterung des Anschlusses beim Netzbetreiber. Mehr dazu: Lastmanagement und Schnellladen mit Batteriespeicher.

Stand: 25.09.2026

Kann das Laden nach den Abfahrtszeiten der Fahrzeuge gesteuert werden?

Ja. ChargeCore, unsere Software für Betrieb und Lastmanagement, lädt nach Abfahrtszeit: Ein Ladeplan je Fahrzeug legt fest, wer zuerst Leistung bekommt, damit das Fahrzeug, das als erstes losfährt, rechtzeitig geladen ist. Die übrigen Fahrzeuge laden mit der verbleibenden Leistung – alle gemeinsam unter der Grenze des Netzanschlusses. Mehr dazu: ChargeCore.

Stand: 25.09.2026

Lässt sich der Ladestrom je Fahrzeug abrechnen und auswerten?

Ja. ChargeCore ordnet jeden Ladevorgang einem Fahrzeug bzw. einer Ladekarte zu. So sehen Sie, wie viel Energie jedes Fahrzeug geladen hat, und können den Ladestrom je Fahrzeug abrechnen und auswerten. Wird gegenüber Dritten nach Energie abgerechnet, muss die Ladetechnik eichrechtskonform messen. Mehr dazu: Betrieb und Abrechnung.

Stand: 25.09.2026

Was heißt eichrechtskonform – und wann ist das Pflicht?

Eichrechtskonform heißt: Die geladene Energie wird so gemessen und dokumentiert, dass sie rechtssicher abgerechnet werden kann. Pflicht ist das in Deutschland seit dem 1. April 2019, sobald Ladevorgänge gegenüber Dritten nach Energie abgerechnet werden – etwa gegenüber Mietern, Mitarbeitenden, Gästen oder öffentlichen Nutzern. Beim reinen Eigenverbrauch am eigenen Zähler ist es nicht erforderlich. Weil es sich schlecht nachrüsten lässt, gehört es an den Anfang der Geräteauswahl.

Beratung

Stand: 25.09.2026

Alle Fragen und Antworten

Wie viel Ladeleistung braucht Ihr Betriebshof?

Schicken Sie uns die Eckdaten: Zahl und Art der Fahrzeuge, Tagesstrecken, Standzeiten und die vorhandene Anschlussleistung. Wir rechnen Ihren Bedarf durch und beraten Sie zu Planung, Netzanschluss, Bau und Betrieb. Wir bauen in Bremen und Niedersachsen; Betrieb und Abrechnung übernehmen wir deutschlandweit.