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Schnellladen mit Batteriespeicher

Mehr Ladeleistung, als Ihr Netzanschluss allein hergibt: Ein Speicher puffert Energie und deckt die Spitzen.

DIE AUSGANGSLAGE

Wenn der Netzanschluss für Schnellladen nicht reicht

Ein Schnelllader gibt mehrere hundert Kilowatt ab – aber nur, wenn der Netzanschluss sie liefern kann. Häufig ist der vorhandene Anschluss dafür zu klein. Ihn zu erweitern kostet Zeit und Geld: Antrag beim Netzbetreiber, Baukostenzuschuss, unter Umständen eine eigene Trafostation.

Dabei wird die volle Leistung an vielen Standorten nicht den ganzen Tag gebraucht. Ladevorgänge kommen in Wellen – und genau dafür ist ein Batteriespeicher da: Er lädt in ruhigen Stunden aus dem Netz und gibt die Energie ab, wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig schnell laden wollen.

Für wen sich das eignet

Schnellladeparks und Autohöfe

Viele Fahrzeuge kurz hintereinander, jedes will nach wenigen Minuten weiter. Die Spitzen liegen über dem, was der Anschluss dauerhaft liefert.

Logistik- und Flottendepots

Kommen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig von der Tour zurück und sollen schnell wieder los, entsteht eine Spitze – der Rest des Tages ist ruhiger.

Handel mit Kundenparkplätzen

Ihre Kundinnen und Kunden laden während des Einkaufs. Die Nachfrage folgt den Öffnungs- und Stoßzeiten – mit Spitzen und Pausen.

Öffentliches Laden anbieten

DAS PRINZIP

Der Speicher deckt die Spitze, das Netz die Grundlast

Netzanschluss und Speicher versorgen die Ladepunkte gemeinsam. Solange die Fahrzeuge weniger brauchen, als der Anschluss liefert, kommt der Strom aus dem Netz – und der Speicher lädt nach. Steigt der Bedarf darüber, gibt der Speicher die Differenz dazu. Wählen Sie im Beispiel Speichermodell und Anzahl.

Vereinfachtes Beispiel, Ladeleistung eines Schnellladestandorts über 24 Stunden: Der Netzanschluss liefert höchstens 300 Kilowatt. Am Nachmittag brauchen die Fahrzeuge bis zu 425 Kilowatt; die Differenz liefert der Batteriespeicher. Danach lädt er aus dem Netz nach, ohne dass der Netzbezug 300 Kilowatt übersteigt.0100200300400500kW0:003:006:009:0012:0015:0018:0021:0024:00Netzanschluss 300 kWmit Speicher kurzzeitig bis 425 kWLadeleistung aus dem NetzLadeleistung aus dem SpeicherSpeicher lädt aus dem Netz nach
Vereinfachtes Beispiel, Ladeleistung eines Schnellladestandorts über 24 Stunden: Der Netzanschluss liefert höchstens 300 Kilowatt. Am Nachmittag brauchen die Fahrzeuge bis zu 425 Kilowatt; die Differenz liefert der Batteriespeicher. Danach lädt er aus dem Netz nach, ohne dass der Netzbezug 300 Kilowatt übersteigt.0200400kW0:006:0012:0018:0024:00Netz 300 kWmit Speicher bis 425 kWaus dem Netzaus dem SpeicherSpeicher lädt nach
Vereinfachtes Beispiel mit angenommenen Werten, kein realer Standort: Netzanschluss 300 kW, ein PowerStack ST255CS-2H (125 kW und 257 kWh Nennkapazität je Speicher). In der Spitze liefert der Speicher die Differenz – zusammen kurzzeitig bis zu 425 kW, im Beispiel rund 1,4 Stunden lang. Danach lädt er nach, ohne dass der Netzbezug 300 kW übersteigt. Das Beispiel entnimmt höchstens 80 % der Nennkapazität; Lade- und Umwandlungsverluste sind vereinfachend nicht dargestellt.

Vereinfachtes Rechenbeispiel

Netzanschluss 300 kW plus ein PowerStack ST255CS-2H (125 kW Nennleistung je Speicher): Für die Ladepunkte stehen kurzzeitig bis zu 425 kW zur Verfügung. Wie lange, begrenzt der Energieinhalt: 257 kWh Nennkapazität reichen für die volle Speicherleistung rechnerisch rund 2,1 Stunden (257 kWh ÷ 125 kW je Speicher). Das ist der Unterschied der beiden Modelle: gleiche Leistung, beim 4-h-Modell doppelt so lange. Danach muss der Speicher nachladen – und das geht nur mit der freien Leistung unterhalb des Netzanschlusses.

Was ein Speicher nicht kann

Über den ganzen Tag gerechnet kommt die Energie immer aus dem Netz; der Speicher verschiebt sie nur in die Spitzen. Laufen die Ladepunkte über viele Stunden nahe der vollen Leistung, bleibt keine Zeit zum Nachladen – dann hilft nur ein größerer Anschluss. Ob sich ein Speicher an Ihrem Standort lohnt, entscheidet deshalb Ihr Ladeprofil. Das rechnen wir vorab durch.

Der Netzbezug bleibt dabei unter der eingestellten Grenze. Bei Anschlüssen mit Leistungsmessung ist das zugleich die Spitze, nach der sich der Leistungspreis richtet.

DIE REGELUNG

Ein Energiemanagement für Speicher und Ladepunkte

Damit Speicher und Schnelllader zusammenspielen, braucht es eine Regelung, die beide kennt und den Netzanschluss im Blick behält. Das übernimmt ChargeCore, unsere eigene Software für Betrieb und Lastmanagement.

MessenEin Zähler am Netzanschluss liefert laufend den aktuellen Netzbezug.
RegelnChargeCore verteilt die verfügbare Leistung auf die Ladepunkte und legt fest, wann der Speicher entlädt und wann er nachlädt.
SteuernDen Sungrow PowerStack steuert ChargeCore über dessen Site-Controller EMS300CP per Modbus, die Schnelllader über OCPP.
  • Eine Grenze für den ganzen Standort: Ladepunkte und Speicher werden gemeinsam gegen die Anschlussleistung geregelt.
  • Herstellerunabhängig: Ladepunkte, die den offenen Standard OCPP unterstützen, regelt ChargeCore unabhängig vom Hersteller.
  • Warum nicht allein der Controller des Speichers? Der EMS300CP ist für die Regelung des Speichers zuständig; Ladesäulen anderer Hersteller steuert er nicht. ChargeCore übernimmt deshalb das übergeordnete Energiemanagement am Netzanschluss.

DER ABLAUF

Von der ersten Rechnung bis zum laufenden Betrieb

Planung, Netzanschluss, Bau und Betrieb kommen von uns – Sie haben einen Ansprechpartner.

  1. Ladebedarf und Anschluss prüfen

    Wie viele Fahrzeuge laden wann mit welcher Leistung, und was liefert Ihr Netzanschluss? Aus diesem Ladeprofil ergibt sich, ob ein Speicher sinnvoll ist und wie groß er sein muss.

  2. Planen und Netzanschluss beantragen

    Wir legen Schnelllader, Speicher und Regelung aus und übernehmen den Antrag beim Netzbetreiber – einschließlich seiner Rückfragen.

  3. Installieren

    In Bremen und Niedersachsen baut unser eigenes Montage-Team; Tiefbau und Fundamente übernehmen feste Partnerbetriebe. Außerhalb dieser Region planen wir, und ein Elektrobetrieb vor Ort installiert.

  4. Betreiben und abrechnen

    Wir betreiben die Ladepunkte, regeln Speicher und Lader mit ChargeCore und rechnen die Ladevorgänge ab – deutschlandweit, ob öffentlich oder für Ihre Flotte.

DIE PRODUKTE

Die Technik: Speicher und Schnelllader

Diese Geräte aus unserem Produktkatalog passen zusammen: zwei Batteriespeicher mit gleicher Leistung und unterschiedlicher Kapazität, dazu Schnelllader in drei Leistungsklassen. Technische Daten und Datenblätter finden Sie auf den Produktseiten.

Sungrow PowerStack ST255CS-2H

Flüssigkeitsgekühlter Gewerbespeicher mit LFP-Zellen: 257 kWh Nennkapazität, 125 kW Nennleistung – rund zwei Stunden volle Leistung. Anbindung per Modbus TCP; laut Datenblatt bis zu 25 Einheiten parallel am Netz.

Zum PowerStack ST255CS-2H

Sungrow PowerStack ST510kWh-125kW-4h

Die größere Ausführung: 514 kWh Nennkapazität bei ebenfalls 125 kW Nennleistung – die gleiche Spitzenleistung, rund vier Stunden lang. Für Standorte mit langen Spitzen; ebenfalls bis zu 25 Einheiten parallel am Netz.

Zum PowerStack ST510kWh-125kW-4h

Sungrow IDC480E

Leistungsschrank mit bis zu 480 kW und abgesetzte Ladesäulen (Satelliten): Die Leistung wird dynamisch auf die Fahrzeuge verteilt, die gerade laden.

Zum IDC480E

Sungrow IDC480E-C

Kompakte DC-Ladesäule mit bis zu 480 kW: Sie lädt selbst an zwei Ladepunkten und versorgt zusätzlich eine Satellitensäule – insgesamt bis zu vier Ladepunkte.

Zum IDC480E-C

Sungrow ChargeStack 1000

Megawatt-Ladesystem mit bis zu 1.000 kW je Einheit und CCS- sowie MCS-Dispensern – auch für E-Lkw.

Zum ChargeStack 1000

Häufige Fragen zu Schnellladen mit Speicher

Wie viel mehr Ladeleistung bringt ein Batteriespeicher?

Kurzzeitig so viel, wie die Speicher abgeben können: Die Sungrow PowerStacks ST255CS-2H und ST510kWh-125kW-4h haben je 125 kW Nennleistung. An einem Netzanschluss mit 300 kW stehen den Ladepunkten mit einem Speicher – vereinfacht gerechnet – bis zu 425 kW zur Verfügung, mit zwei Speichern bis zu 550 kW. Wie lange, hängt vom Energieinhalt ab: 257 kWh beim ST255CS-2H reichen rechnerisch rund zwei Stunden für die volle Leistung, 514 kWh beim ST510kWh-125kW-4h rund vier Stunden – und davon, wie viel Zeit zum Nachladen bleibt. Laut Datenblatt lassen sich von beiden Modellen bis zu 25 Einheiten am Netz parallel betreiben. Wie viel Speicher Ihr Standort braucht, rechnen wir anhand Ihres Ladeprofils aus.

Stand: 25.09.2026

Ersetzt ein Batteriespeicher die Erweiterung des Netzanschlusses?

Das hängt von Ihrem Ladeprofil ab. Ein Speicher hilft, wenn die hohe Leistung nur zeitweise gebraucht wird und zwischen den Spitzen Zeit zum Nachladen bleibt – dann kann ein kleinerer Anschluss genügen. Laufen die Ladepunkte dagegen über viele Stunden nahe der vollen Leistung, kann der Speicher nicht nachladen; dann führt an einem größeren Anschluss kein Weg vorbei. Wir rechnen beides vorab durch und übernehmen den Antrag beim Netzbetreiber.

Stand: 25.09.2026

Wer regelt Batteriespeicher und Ladesäulen gemeinsam?

Das übernimmt ChargeCore, unsere eigene Software für Betrieb und Lastmanagement. ChargeCore misst den Netzbezug am Anschluss, steuert den Sungrow PowerStack über dessen Site-Controller EMS300CP per Modbus und regelt die Ladepunkte so, dass der Standort unter der Anschlussleistung bleibt. Ladepunkte, die den offenen Standard OCPP unterstützen, binden wir herstellerunabhängig ein.

Stand: 25.09.2026

Lässt sich ein Batteriespeicher an einem bestehenden Schnellladestandort nachrüsten?

Das prüfen wir im Einzelfall. Voraussetzung ist, dass die vorhandenen Ladepunkte OCPP unterstützen, damit ChargeCore sie gemeinsam mit dem Speicher regeln kann, und dass Platz und Netzanschluss für den Speicher passen.

Stand: 25.09.2026

In welcher Region baut Eulektro selbst?

In Bremen und Niedersachsen planen und installieren wir mit unserem eigenen Montage-Team als Elektromeisterbetrieb; Tiefbau und Fundamente übernehmen feste Partnerbetriebe. Außerhalb dieser Region planen wir die Anlage, ein Elektrobetrieb vor Ort installiert, und Betrieb und Abrechnung übernehmen wir anschließend. Mehr dazu unter Installation & Projektierung.

Stand: 25.09.2026

Alle Fragen und Antworten

Reicht Ihr Netzanschluss für Schnellladen?

Schicken Sie uns die Eckdaten: Standort, vorhandene Anschlussleistung, geplante Ladepunkte und wann geladen wird. Wir rechnen durch, was mit Speicher möglich ist, und beraten Sie zu Planung, Netzanschluss, Bau und Betrieb. Wir bauen in Bremen und Niedersachsen; Betrieb und Abrechnung übernehmen wir deutschlandweit.